Einstieg
Voraussetzungen
Was du brauchst, bevor es losgeht. Und was du bewusst weglassen kannst.
Kurzfassung
- Zwingend: ein Claude-Konto, die Claude-Desktop-App (Windows oder Mac) und ein Ordner auf dem Computer, in dem deine Unterlagen liegen.
- Für die Arbeit im Ordner: das Pro-Abo, weil «Cowork» nur damit freigeschaltet ist.
- Optional: die Chrome-Erweiterung «Claude in Chrome». Nur nötig, wenn Claude auf Websites klicken und Formulare ausfüllen soll, zum Beispiel im Bewerbungsportal.
1. Ein Claude-Konto
Registrieren auf claude.ai mit E-Mail-Adresse oder Google-Konto. Das Gratis-Konto reicht zum Ausprobieren und für einzelne Texte. Für die Arbeit im Ordner brauchst du Pro (siehe Abos & Kosten).
Tipp: Nimm eine E-Mail-Adresse, die du auch in einem Jahr noch hast. Die Chats und die Erinnerungsfunktion hängen am Konto.
2. Die Desktop-App
Die App gibt es für Windows und macOS auf claude.com/download. Sie sieht aus wie der Chat im Browser, hat aber einen entscheidenden Unterschied: den Modus Cowork.
In Cowork verbindest du einen Ordner deines Computers mit dem Chat. Claude kann dann die Dateien darin lesen, neue Dateien schreiben (zum Beispiel ein fertiges PDF) und Notizen ablegen. Alles bleibt in diesem einen Ordner; auf den Rest des Computers hat Claude keinen Zugriff.
So sieht der Einstieg aus
- App starten, anmelden, links auf Cowork wechseln.
- Bei «Ordner hinzufügen» den entpackten Ordner der Aufgabe wählen (z. B.
stelle). Was steht an?schreiben. Mehr nicht. Claude fragt alles Weitere.- Claude arbeitet Schritt für Schritt und legt die Ergebnisse im Ordner ab.
Verbinde pro Aufgabe einen eigenen Ordner, nicht «Dokumente» oder den ganzen Desktop. So siehst du genau, was Claude sehen kann, und alte Steuerunterlagen oder private Fotos bleiben aussen vor.
3. Der Ordner mit deinen Unterlagen
Den Ordner legst du nicht selber an: Du lädst ihn für deine Aufgabe unter stayingclean.github.io/ki-tasks/ herunter. Darin liegt eine START-HIER.txt mit den vier Schritten von oben.
Das Zip in einen eigenen, neuen Ordner entpacken. Unter Windows: Rechtsklick auf die Zip-Datei → «Alle extrahieren». Auf dem Mac genügt ein Doppelklick, der Ordner entsteht daneben. Wichtig ist der eigene Ordner — entpackst du mitten in «Downloads», liegen die Dateien zwischen allem anderen, und du verbindest in Cowork versehentlich deinen ganzen Download-Ordner.
Der Ordner darf auch in OneDrive oder Google Drive liegen, solange die Dateien lokal heruntergeladen sind. Deine eigenen PDF und Scans legst du in 1_Meine-Unterlagen; welche das für deine Aufgabe sind, sagt dir Claude im Gespräch. Was nie hineingehört, steht unter Datenschutz.
4. Optional: die Chrome-Erweiterung
«Claude in Chrome» ist eine Erweiterung für den Chrome-Browser. Damit kann Claude in deinem Browser Seiten öffnen, lesen, klicken und Formulare ausfüllen, während du zuschaust. Sie ist in allen bezahlten Abos enthalten und wird aus dem Chrome Web Store installiert.
Wann brauchst du sie?
| Aufgabe | Ohne Erweiterung | Mit Erweiterung |
|---|---|---|
| Stelleninserate auf jobs.ch, Indeed, Jobagent suchen und zusammenfassen | Geht meist | Geht |
| Wohnungsinserate auf Homegate, ImmoScout, Flatfox durchsehen | Geht meist | Geht |
| Seiten, die dich erst nach dem Login zeigen (z. B. dein Konto beim RAV, Job-Room) | Geht nicht | Geht (du bist eingeloggt) |
| Bewerbungsformular in einem Portal ausfüllen | Geht nicht | Geht, mit deiner Freigabe pro Schritt |
| Kontaktformular einer Stiftung ausfüllen | Geht nicht | Geht |
| Texte schreiben, PDF erzeugen, Dateien ordnen | Geht | Geht |
«Geht meist» heisst: Claude kann öffentliche Seiten lesen, ohne dass ein Browser offen ist. Manche Portale blockieren das aber. Dann hilft die Erweiterung, weil Claude damit deinen echten Browser benutzt.
Sicherheitseinstellungen, die ich empfehle
- Berechtigung pro Website lassen (Standard). Claude fragt dann bei jeder neuen Seite, ob er dort arbeiten darf.
- Nie auf E-Banking, Krankenkassen-Portal oder Passwort-Manager freigeben. Die Erweiterung warnt selbst davor; nimm die Warnung ernst.
- Bei Formularen: Claude füllt aus, du klickst auf «Senden». Das lässt sich so einstellen und ist der Standard.
Was du nicht brauchst
- Keine Programmierkenntnisse. Alles hier läuft über normale Sätze.
- Kein besonders schneller Computer. Die Arbeit passiert auf den Servern des Anbieters.
- Kein Acrobat. Zum Kommentieren der Entwürfe brauchst du Word oder das gratis LibreOffice; zum Lesen der PDFs reicht der Browser.